Ich habe meine Jugend verpasst
Mit ca. 16 Jahren habe ich eine Essstörung entwickelt. Ich habe immer mehr Lebensmittel vermieden. Keine Kohlenhydrate, keine Fette, fast nur Gemüse und Light Produkte.
Meine Ernährung bestand aus Salat, Gurke und High Protein Joghurt.
Ich habe extrem viel Sport gemacht, um alles Essen wieder zu kompensieren (mache immer noch viel Sport, aber nicht weil ich muss, sondern weil ich es liebe).
Irgendwann habe ich keine Geburtstage mehr wahrgenommen, aus Angst ich muss was essen und kann mich nicht bewegen. Keine Freunde mehr besucht, aus Angst mich erklären zu müssen.
Ich habe meine Großeltern vernachlässigt und war unglaublich ungerecht zu meiner Familie.
Permanent gereizt, gestresst und schlecht gelaunt. Ich habe 24/7 ans Essen gedacht aber nicht gegessen.
Ich wurde immer depressiver, weil mein Körper einfach nicht mehr genug Energiereserven hatte. Meine Leistungen wurden schlechter, weil mein Körper im Überlebensmodus war.
Ich habe permanent gegen meinen Körper gearbeitet, bin ans Limit gegangen ohne Rücksicht auf Verluste.
Der erste Wendepunkt
Irgendwann habe ich gemerkt, so will ich nicht mehr weitermachen. Also bin ich in Recovery gegangen, aber nur für kurze Zeit, denn dann wurde es schlimmer denn je.
In meiner Recovery war ich geplagt von permanenten Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall. Ich konnte nichts mehr in mir behalten.
Ich nahm immer mehr und mehr ab, bis ich so untergewichtig war, dass es schon tödlich war. Ich wog nur noch 30kg und hatte kaum noch Kraft.
Dann kam noch die Diagnose Histaminintoleranz dazu. Kein Arzt konnte mir helfen. Ich wurde ständig weitergeschickt. Mir wurde 20 Mal Blut abgenommen und immer hieß es: "Ist nichts auffällig".
Irgendwann wollte ich auch nicht mehr zum Arzt gehen, weil es mir mehr Stress gemacht hat, als zu helfen.
In dieser Zeit habe ich mich in die Arbeit gestürzt und daran gearbeitet, dass meine Firma vorangeht. Ich habe mich immer weiter überfordert. Zwei Minijobs. Kaum Schlaf.
Ich dachte mir: "Wenn ich sterben muss, dann habe ich wenigstens noch was geschafft." (Ich weiß es klingt absurd, aber so war es).
Irgendwann hat mein Körper dann aber ganz klar STOP geschrien.
Als mein Körper STOP sagte
Mein Darm spielte immer mehr verrückt, ich entwickelte immer mehr Unverträglichkeiten, Angst vor dem Essen und habe am Ende des Tages fast nichts mehr gegessen. Aus Angst vor Nebenwirkungen.
An einem Abend hatte ich aus dem Nichts einen Darmverschluss. Schmerzen so heftig, dass ich dachte ich sterbe wirklich gleich. Im Krankenhaus konnte mir niemand so wirklich sagen, was los ist.
Bis dann der Oberarzt kam und gesagt hat: "Sie hatten wirklich Glück. Beim nächsten mal werden sie das nicht mehr mitmachen." — dieser Satz hat sich in mein Gehirn gebrannt.
Erst Tage später habe ich erfahren, dass ich nur durch die Abführung noch am Leben bin. Eine OP wäre in meinem Untergewicht tödlich geendet, weil ich nach der Narkose nicht mehr aufgewacht wäre.
Nach dem Krankenhausaufenthalt habe ich mich für das Leben entschieden und gegessen. Es war unglaublich schmerzhaft. Ich habe gekämpft wieder zuzunehmen, dass ich im Notfall operiert werden kann.
Mein Blähbauch war extrem und so unglaublich schmerzhaft, dass ich jeden Abend im Bett vor Schmerzen geweint habe.
Aber ich musste da durch. Für mich.
Ich habe meinen Weg gefunden
Ich habe experimentiert und am Ende sind genau noch fünf Lebensmittel übrig geblieben, die ich ohne starke Beschwerden essen konnte. Klingt verrückt — war es auch.
Ich habe mich an diese Lebensmittel geklammert und früh, mittags und abends genau das gegessen. Ein halbes Jahr lang.
Mittlerweile kann ich wieder beschwerdefrei essen. Nicht perfekt, aber ich habe meine Lebensfreude zurück.
Die Histaminintoleranz bleibt mir als "Andenken" erhalten, aber auch davon lasse ich mich nicht kleinmachen.
Ich habe gelernt, dass das Leben viel zu wertvoll ist, als ständig immer nur an Nebenwirkungen zu denken.
Gesunde Ernährung darf nicht kompliziert sein
Genau in dieser schwierigen Zeit wurde mir eines klar: Gesunde Ernährung darf nicht kompliziert sein. Sie sollte uns unterstützen — nicht einschränken.
So entstand zuerst Smacado — aus Not, Mut und einer großen Portion Kreativität. Eigene Backmischungen: natürlich, glutenfrei, ohne Industriezucker, reich an Ballaststoffen und Proteinen.
Was mich antreibt
Ich bin kein klassischer "Business-Mensch". Ich bin ein Herzmensch. Ein kreativer Kopf. Ein Quatschkopf.
Ich liebe Natur, Sport, Bewegung und ehrliche Arbeit.
Ich möchte zeigen, dass man ohne Ausbildung, ohne perfekten Lebenslauf, aber mit Leidenschaft, Mut und Neugier etwas Großes aufbauen kann.
Mein Herzensprojekt: EatMoreArt
EatMoreArt vereint alles, was mir wichtig ist. Die TerraLuna App — Terra steht für Erde, für Erdung, Stabilität und Boden unter den Füßen. Luna steht für den Mond, für den Zyklus, den weiblichen Rhythmus und die Kraft die darin liegt.
Dazu der Wear Your Healing Shop mit handgemachten Food-Charms, E-Books aus meiner Erfahrung und persönliche Begleitung für alle, die nicht alleine kämpfen wollen.
Dabei begleite ich dich
Histaminintoleranz
Reizdarm
Zöliakie
Fructoseintoleranz
Laktoseintoleranz
Sellerie-Allergie
PMS
PCOS
Endometriose
Wechseljahre
Amenorrhoe
Stoffwechselstörungen
Kreuzallergien
Nahrungsmittelallergien
Essstörung Recovery
Orthorexie
Wichtiger Hinweis: TerraLuna ersetzt keine ärztliche Diagnose, keine medizinische Behandlung und keinen Arztbesuch. Die Inhalte basieren auf persönlichen Erfahrungen und sind allgemeine Orientierungshilfen. Die App ist eine Lebensbegleitung, keine medizinische Beratung. Bei Beschwerden wende dich bitte immer an eine Ärztin oder einen Arzt.
@julia_bergles auf Instagram